Die Kaffeemühle – das vergessene Potential

Immer mehr Menschen kaufen sich kleine Barista-Stationen für zu Hause und investieren viel Geld und Recherche-Zeit in dieses Hobby. Zu einem perfekten Kaffeemaschinen-Set gehören neben dem Herzstück – der Espressomaschine – die Themen Abklopfkasten bzw. Sudschubalde, Tamper und die richtige Kaffeemühle.

Bei der Auswahl der Komponenten wird meist der Schwerpunkt auf die optisch dominante Kaffeemaschine wie beispielsweise von Rocket Milano gelegt und weniger auf die Kaffeemühle, an der sich später jedoch das Kaffee-Ergebnis insgesamt entscheiden wird.

Die Kaffeemühle ist variabler als alle anderen Komponenten

Die Kaffeemaschine kann meist nur mit einer vorher eingestellten Kesseltemperatur (ca. 92°C) und dem ebenfalls werkseitig eingestellten Pumpendruck (ca. 10 bar) das Wasser durch das Kaffeemehl pressen. Mehr Variation gibt es mal abgesehen von den neueren PID Steuerungen usw. eher keine.

Da kommt der Kaffeemühle inzwischen eine zentrale Rolle zu, da man an ihr wichtige Einstellungen einfach verändern und optimieren kann.

Vor allem Mahlgrad und Menge an Kaffee sind die zwei Schlüsselthemen. Daneben auch die Frische des gemahlenen Kaffees, die durch die „on demand“ Mühlen nachhaltig gesteigert wurde.

Optimaler Mahlgrad und Menge müssen aufeinander optimal abgestimmt werden

Noch vor ein paar Jahren waren die Kaffeemühlen für den privaten Nutzer alles andere als ausgereift. Da musste man sich noch mit schlecht gemahlenem Kaffee herumschlagen und sowohl mit der Menge mehr optimieren als auch mit dem Tamperdruck die variierende Körnergröße des Kaffees ausgleichen. Dies hat sich in den letzten Jahren stark verändert und auch private Barista können mit Einsteigermühlen wie der Eureka Mignon Kaffee mahlen wie in richtigen Kaffeebars. Den Mahlgrad und die Mengen muss man dabei von Kaffeesorte zu Kaffeesorte neu einstellen, als auch bei starken Wetterveränderungen. Denn bei feuchtem Wetter nimmt man doch eher eine gröbere Einstellung als bei trockenem Wetter. Diese ganzen äußerlichen Einflüsse kann man nur an der Mühle korrigieren, nicht an der Espressomaschine. Daher beim Kauf eines Sets an der Mühle nicht sparen!

Was ist bei einer Espressomühle zu beachten?

Das Angebot an hochwertigen semiprofessionellen Mühlen ist inzwischen sehr groß. Der Einstieg liegt bei ca. 250 Euro mit den Bezzera BB005 Modellen und geht dann über die Eureka Mignon zur Quamar 50 und 80. Für die ganz teuren Mühlen wie Mazzer mini und Ceado ist man dann bei 600-800 Euro. Die Kaffeemühlen unterscheiden sich meist alle durch die Größe des Mahlwerks (Mahlscheiben oder Kegelmahlwerk) als auch durch den Motor und die Drehgeräusche. Eine Direktmahl-Mühle ist heutzutage schon fast Pflicht, da man hier auf Knopfdruck jede Kaffeeportion frisch mahlt. Wichtig ist darüber hinaus der Auswurfschacht, der bei den besseren Mühlen justierbar ist um die Trefferquote des Kaffeemehls in den Siebträger zu erhöhen.

Manuelle versus programmierbare Mühlen

Wer eher einzelne Portionen Kaffee trinkt benötigt keine programmierbare Mühle, da kommt man auch mit einer manuellen Dosierung klar. Anders bei Fans des „Doppelshots“ im Zweiersiebträger. Hier benötigt man meist nicht doppelt so viel Kaffeemehl wie bei einem einzelnen Shot, sondern etwas weniger. Dies kann man nur bei einer programmierbaren Mühle perfekt einstellen. Empfohlen wird hier meist 8 Gramm für einen Einzelshot und 14 Gramm bei einem Zweiershot.

 

 

Kaffeemühlen

Kommentare

  • Cima ,

    Die beste Kaffeemühle – habe ich mir sagen lassen – soll immer noch die handbetriebene sein, wenn auch sehr mühsam. Wegen des besseren Geschmacks nach dem schonenderen Mahlen.

    • Fesche Bohne ,

      “Die beste Kaffeemühle – habe ich mir sagen lassen……”
      Haha. Jemand, der eine Testseite für Kaffeemühlen betreibt zeigt sich nicht sehr kompetent mit diesem Statement 😉
      Diesmal lass ich den Backlink stehen, aber bitte das nächste Mal doch wenigstens mehr kompetenten Text!

  • Kommentieren

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

    Vorheriger Artikel
    Kaffee trinken in der Schwangerschaft
    Nächster Artikel
    Kein Kaffee ohne Torte