Fairtrade-Kaffee: Warum ist er so teuer?

Teurer Kaffee! “Fairtrade-Kaffee trinken und dabei die Welt verändern?”

Schon seit Jahrzehnten unterliegt der Kaffeepreis heftigen Schwankungen, davon sind aber vor allem die Kleinbauer betroffen. Fairtrade-Kaffee hat dieses Problem teilweise eingegrenzt, so dass die Bauer jetzt etwas mehr Geld für ihre Arbeit und Mühe erhalten. So haben die Kaffeeproduzenten die Mögilchkeit, unter besseren Bedingungen arbeiten und leben zu können. Deshalb ist Fairtrade-Kaffee im Vergleich zu herkömmlichem Kaffee, in der Regel etwas teurer. Doch der hohe Preis hat eigentlich vielfältige Gründe, denn die internationale Zertifizierungsgesellschaft garantiert, dass die Produktion und Vertrieb hohe Ansprüche erfüllen.

So müssen alle Produkte der DIN ISO Norm 65 entsprechen, um mit einem Fairtrade-Siegel ausgezeichnet zu sein. Konkret bedeutet dies, dass den Arbeitern zum Beispiel regelmäßige und stabile Mindestpreise gezahlt werden. So wird gleichzeitig die illegale Kinder- und Jugendarbeit vermieden und gleichzeitig werden kleinbäuerliche Strukturen gefördert. Selbstverständlich wird der Kaffee dann auch unter umweltschonenden Bedingungen produziert. Demnach wundert es also nicht, dass der Fairtrade-Kaffee dementsprechend auch teurer ist.

Dank höheren Preisen viel Engagement

Nun ist es möglich, mit dem Mehrerlös den Kaffeebauern angemessenere Löhne zu garantieren. Des Weiteren wird das Geld auch dazu verwendet, die Kaffee-Produktion und die Qualität zu verbessern. Zudem werden auch zahlreiche Gemeinschaftsprojekte von diesem Geld finanziert, beispielsweise der Ausbau der medizinischen Versorgung oder etwa der Bau von Schulen. Fairtrade-Kaffee ermöglicht es den Kaffeegenießern weltweit, die Welt ein wenig besser zu gestalten. Schon im Jahr 2010 profitierten vom Fairtrade-Kaffee weltweit mehr als 440.000 Kleinbauernfamilien.

Siegel für fairen Handel erkennen

Es gibt insgesamt mehrere Möglichkeiten, im Supermarket den Fairtrade-Kaffee von herkömlichen zu unterscheiden. Mit dem Siegel bzw. Bezeichnung Fairtrade / Transfair gelingt die sichere Identifizierung. Ein eigenes Siegel für Fairtrade-Kaffee nutzt auch die US-amerikanische Rainforest Alliance, auf welchem ein grüner Frosch zu erkennen ist. Der Unterschied aber besteht darin, dass in diesem Fall nicht garantiert wird, dass die Mindestlöhne gezahlt werden. So ist das Fairtrade-Siegel auf jeden Fall die sicherere Variante, falls Sie mit Ihrem Kaffeekonsum die Kaffeeproduktion unterstützen möchten. Was bei vielen Kaffeeprodukten ebenfalls auffällt, sind die Bio-Siegeln. In der deutschen Variante tragen die Produkte also ein grünes Sechseck mit dem Bio-Schriftzug. Das Bio-Siegel garantiert, dass zumindest 95 Prozent des Kaffees Bio ist, bzw. dass die Farmen nach bestimmten Öko-Verordnung bewirtschaftet werden, so Stiftung Warentest. Auch das Bio-Siegel sagt über die Entlohnung der Kaffeeproduzenten nichts aus, und muss daher unbedingt vom Fairtrade-Siegel unterschieden werden. Wer seinen Kaffee also mit gutem Gewissen trinken möchte, sucht auf den Produktverpackungen nach Fairtrade-Siegeln.

 

Fairtrade-Kaffee. Kleiner Einkauf mit großer Wirkung

Nachhaltigkeit

Kommentare

  • Ernst Pfaff ,

    in ihrem Artikel heist es, etwas teurer warum kostet im Onlineversand in manchen Geschäften 1000 gramm 30 Euro plus Versand das ist doch nepp oder?

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