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Kaffee als Modetrend

Nein, es handelt sich hier nicht um eine Zeitungsente.

Gut sitzender Kaffeesatz lässt sich verkaufen.

Foto: http://www.waitfashion.com
Foto: http://ecoalf.com

Pharrell Williams, auch bekannt als Pharrell oder Skateboard P, ist eine Hälfte des Hip-Hop- und Songwriterduos The Neptunes. Williams hat eine große Anzahl an Titeln für andere Musiker produziert. Jetzt befasst er sich mit Recycling und Mode. Der Musiker arbeitet mit Plastikmüll, andere innovative Modedesigner mit Fischernetzen oder Kaffeesatz. Müll wird dieser Tage zum interessanten Rohstoff für Designermode. Mode aus Kaffeesatz klingt nicht nur trendig, sondern schützt die Umwelt. Zusätzlich trocknen diese Materialien schnell, reduzieren den Körpergeruch und schützen auch vor schädlichen UV-Strahlen. Vor der Verwendung als Textilien läßt sich der Kaffee natürlich wie immer als köstliches Getränk verwenden.

Das spanische Modelabel Ecoalf macht sich den täglichen Kaffeeverbrauch von Restaurants und Lokalen zunutze und kreiert daraus ein Gemisch, das gemeinsam mit weiterem recycelten Material zu Garn verarbeiten wird.

Zwar gibt es diese und andere “Umweltschutzlabels” schon seit viel längerer Zeit, aber derzeit ist ein internationaler Boom festzustellen.

imagesphotoDer Musiker Pharrell Williams setzt sich seit Jahren aktiv für Umweltschutz ein. Er hat gemeinsam mit G-Star-Raw und Bionic Yarn bereits voriges Jahr eine eigene Jeans-Kollektion auf den Markt gebracht.

Pharrell Williams wendet sich auch per an berühmte Politiker und einflussreiche Geschäftsleute auf der ganzen Welt um diese Ideen zu unterstützen.

logo_ecoalfEcoalf ist das Label mit dem Kaffeesatz.

Einfach genial!

Foto: http://noticias.infocif.es
Foto: http://noticias.infocif.es

Bisher hat das Unternehmen auch 40 Tonnen alte Fischernetze zu modischer Kleidung gemacht. Die ganz neue Modekollektion aus dem Meeresmüll wird in der Frühling-Sommer-Kollektion 2017 präsentiert. Mittlerweile wurden seit 2012 auch an die 40 Millionen alte Plastikflaschen, alte Kleidung und alte Autoreifen zu verschiedener Outdoorkleidung, Sneakern und verschiedenen Accessoires recycled.
Wie das funktioniert veranschaulicht die Skizze hier.

Foto:

Es ist ganz unglaublich was da alles hergestellt wird.

  • 345 Gramm pulverisierte Autoreifen ergeben ein Paar neue Flip-Flops
  • 235 Gramm Fischernetz wird zu einem Meter Stoff
  • acht bis zehn Meter Auto- Sicherheitsgurt wird eine schicke Tasche
    (Das 2009 von Paolo Ferrari gegründete Mailänderitalienische Designlabel 959 ist nach nach dem Jahr 1959, in dem die Automarke Volvo Autogurte als Standardausstattung einführte benannt). Leider sind die recycleten Autogurte teurer als neue, denn sie müssen aus den alten Autos ausgebaut und vor der Verwendung gewaschen werden.Interessant ist auch die Wiener Designmanufaktur Garbarage. Seit 13 Jahren werden hier Gaba-Bags aus ausgedienten Werbe- oder Lkw-Planen, Taschen aus alten Aktenordnern, Kleinmöbel aus Innenaufbauten von Lkws und Lampen aus Fahrradschläuchen hergestellt.Ecoalf hat recherchiert, dass jährlich etwa 200.000 Plastikflaschen nicht recycelt werden und nur in den USA mehr als drei Milliarden Altreifen auf unkontrollierten Deponien liegen. Auch wird geschätzt, dass etwa 650.000 Tonnen Fischernetze weltweit am Meeresgrund liegen.Um die Jahrtausendwende stand der taiwanische Textilfabrikant Jason Chen mit seiner Firma Singtex Industrial kurz vor der Pleite. Mittlerweile hat sich Singtex zu einem der weltweit führenden Anbieter von Funktionstextilien entwickelt. Hier werden Textilien mikroskopisch klein zermahlener Kaffeesatz beigemischt, was zu ganz neuen Eigenschaften der Textilien führtDiese Textilien trocknen schneller und miefen nicht, denn der Kaffeesatz absorbiert Feuchtigkeit und schlechte Gerüche – vom Achselschweiß bis zum Zigarettenqualm.Wie viel Kaffeesatz jährlich weggeworfen und nicht recycled wird konnten wir nicht genau eruieren, aber:
    Der Abfallstrom an Kaffeesatz scheint dabei fast unerschöpflich. Etwa 8,5 Millionen Tonnen Bohnen produzierten Bauern weltweit im Jahr 2012. Über eine Million Tonnen Kaffee führte Deutschland im selben Jahr ein. Jeder trank im Schnitt knapp einen halben Liter täglich. Doch nur zwei Promille des Kaffees landen in der Tasse: 99,8 Prozent davon enden im Müll.

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