Kaffee beugt Depressionen vor

US Forscher haben nachgewiesen, dass Kaffee teilweise tatsächlich vor Depressionen schützt. Zwar sind die Zusammenhänge zum Teil noch unklar, doch eine Forschung mit fast 60.000 Damen, die über einen Zeitraum von zehn Jahren durchgeführt wurde, bestätigte diese These.

Foto: http://www.sxc.hu
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Überzeugende Studienergebnisse

Aus der langzeitigen Studie hat sich herauskristallisiert, dass Frauen die kaum oder überhaupt keinen Kaffee trinken, in der Regel wesentlich leichter zu Depressionen neigen. Das Depressionsrisiko wird nämlich schon mit dem Genuss von 2-3 Tassen täglich um 15 % minimiert. Der Wert erhöhte sich sogar um 20 %, bei einem Kaffeegenuss von vier Tassen täglich.

Bei den Deutschen liegt der Jahresverbrauch bei ca. 150 l pro Kopf, und würde sich dieser noch um einiges erhöhen, dann gebe es kaum noch solche Menschen, die unter Depressionen leiden. Allerdings ist diese These ziemlich gewagt, denn Depressionen haben vielfach auch krankhafte Eigenschaften, die man mit Kaffee sicherlich nicht bekämpfen kann.

Stimulierende Wirkung von Koffein

Tatsache ist, dass Kaffee sehr viele Substanzen enthält, die ihre Wirkung auf den Menschen als Antioxidatien entfalten.

Aus diesem Grunde werden Symptome von zahlreichen Krankheiten gesenkt, wie zum Beispiel die von Prostatakrebs. Zwar tappt die Forschung hier noch im Dunkeln, doch eines ist jedoch klar – die Wirkung und Einfluss von Koffein auf das Nervensystem.

Die stimulierende Wirkung ist schon lange bekannt, denn immerhin nimmt der Mensch das meiste Koffein gerade über den Kaffeegenuss auf, und zwar bis zu 80 %. Deshalb sind Nichtkaffeetrinkerinnen in der Regel öfter depressiv als Frauen, die täglich mindestens zwei Tassen Kaffee trinken.

Für den stimmungsaufhellenden Effekt ist vermutlich das im Kaffee enthaltene Koffein verantwortlich, denn diese Wirkung hat entkoffeinierter Kaffee eben nicht.

Studie mit über 50.000 Frauen

An der Harvard Medical School haben Wissenschaftler die Gesundheit von mehr als 50.000 Frauen beobachtet, und zwar über einen Zeitraum von zehn Jahren. Zwischen 1996 und 2006 wurden die Probandinnen zu ihrem Kaffeekonsum und Gesundheitszustand befragt.

Während dem zehnjährigen Studienzeitraum entwickelte sich eine Depression bei ca. 2600 Frauen, die entweder nur sehr wenig oder sogar überhaupt keinen Kaffee getrunken haben. Neben den schon genannten Studienergebnissen fanden Wissenschaftler auch heraus, dass bei Kaffeetrinkern auch das Selbstmordrisiko niedriger ist.

Koffein beeinflusst Stoffwechsel im Gehirn

Dass Koffein die entscheidende Rolle spielt, ist bis jetzt schon mal bekannt.

Der Wirkstoff verbessert nämlich kurzfristig die Leistungsfähigkeit und hebt auch die Stimmung. Bekannt ist auch, dass Koffein einen direkten Einfluss auf den Gehirnsstoffwechsel hat, weil dort zum Beispiel chemische Rezeptoren blockiert werden.

Forscher und Wissenschaftler weisen aber trotzdem darauf hin, dass noch mehr Studien nötig sind, um die vorbeugende Wirkung auf Depressionen mit Sicherheit zu belegen.

Gesundheit

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