Kaffeemühlen – Vergleich

Kaffeemühlen im Praxistest

Was wird bei einem Kaffeemühlentest getestet?
Bei einem Kaffeemühlentest geht es in erster Linie um das Mahlergebnis, aber auch die Mahlgeschwindigkeit, die Verarbeitung und nicht zu letzt die Optik der Maschine spielen eine Rolle. Von frisch gemahlenen Kaffeebohnen geht ein ganz besonderer Duft aus und auch das Versprechen auf einen ganz besonderen Kaffeegenuss. Doch das perfekte Aroma wird nur erreicht, wenn die Bohne gleichmäßig und in gewünschter Stärke gemahlen wurde.

Heute findet man Kaffeemühlen wie diese (siehe Foto unten) nur noch im Museum. Hightech hat auch in der Küche Einzug gefunden.

Foto:http://www.sxc.hu
Foto:http://www.sxc.hu

Viele Profis sind gar der An­sicht, dass ein gutes Mahlwerk fast noch wich­tiger ist als eine vernünftige Ma­schi­ne. Die Durch­­laufzeit des Es­pres­sos und der Mahl­­grad bestimmen den Ge­schmack am deutlichsten – und bei­des wird bekanntlich über die Mühlen­ein­ste­­l­lung an­gepasst.

Eine gute Espressomühle darf beim Mahlen nicht zu heiß werden, da dies die Aromen in den Bohnen zerstören würde. Die Maschine muss aber sehr fein und homogen gemahlenes Kaf­fee­­pul­ver liefern. Das schaffen billige Kaffeemühlen eigentlich nie.

Der Espresso wird unter sehr ho­­­hem Druck gebrüht, denn nur so können sich die be­gehrten Aromen und Kaffeeöle auflösen. Um diesen notwendigen Druck aufzubauen  muss das Kaffeemehl dem Wasser Wi­­­der­stand entgegensetzen um nicht schnell durchzufließen und so zu viele un­­­gewünschte Bitterstoffe zu lösen. Das Ergebnis ist sonst ein zu­gleich bitter und wässrig schme­c­ken­der Espresso. In Gastronomie nach wie vor sehr viele Mühlen mit Dosierer ein­­gesetzt. Nur exclusive Kaffeehäuser haben bereits auf ein anderes Prinzip: „Grind on de­mand“ umgestellt. Hier wird jede Portion ein­zeln und ganz frisch extra ge­mahlen.

Hier ein paar Tipps für Kaffeemühlen für den Hausgebrauch die bei verschiedenen Tests und Vergleichen gut abgeschnitten haben.

GRAEF CM 80

Die Firma Graef ist als Hersteller von Espressomaschinen nicht sehr bekannt. Für einsteiger mit einer günstigen Preiserwartung bietet sie eine Menge. Leider ist die Mahlgradverstellung nicht stufenlos.

WMF 5 von WMF

Diese Maschine hat ein Scheibenmahlwerk. Sie ist einfach zu bedienen und im Betrieb relativ leise. Das Mahlergebnis erfreut und das Pulver ist gleichmäßig und fein genug für Espresso. Für die kleine Geldbörse eine gute Investition.

IBERITAL CHALLENGE D

Die spanische Maschine gehört preislich auch in der Einsteigerklas­se. Die Einstellung des Mahl­grads ist die größte Schwäche der Kaffeemühle. Die Es­pressi dieser Maschine schmeckten durchwegs fruchtiger und besser als die aus der Graef CM 80.

MAHLKÖNIG VARIO HOME

Das besondere Design der Vario fällt sofort auf. Leider ist der Boh­­­nen­behälter nicht nach unten hin ver­­­schließbar, dadurch ist das Wechseln ei­­­ner Zubereitungsmethode aufwendiger als nötig wäre, da man dafür erst die Boh­nen aus dem Behälter sammeln muss.

BASIC von Gastroback

Dieses Modell besitzt nur ein Schlagmahlwerk welches die Bohnen mit einem Messer zerteilt. Zudem können sich die Bohnen durch das rotierende Messer erhitzen, was zum Verlust von Aroma führen kann.

ECM CASA

Mit dem Preis von 400 Euro ist die Müh­­le natürlich schon in einem etwas höheren Preisniveau angesiedelt, aber auch für den Hausgebrauch durchaus noch erschwinglich. Die Casa ist eine „Grind on demand“-Müh­le. Die Kaffeemühle hat kleine Schönheitsfehler ist aber letztendlich sehr empfehlenswert.

MACAP M4

Die Macap M4 stammt aus italienischer Produktion. Sie hat sowohl eine dosiererlose Di­rekt­­­mahlvariante mit einem elektrischen Timer für die Mahl­dau­er als auch in einer Va­ri­­ante mit Dosierer. Negativ fällt auf, dass oft zu viel Mahlgut im Do­sie­rer zurückbleibt, auch lässt sich die ge­­­­mah­lene Menge nur schwer abschätzen. Fa­zit: Für Ba­ris­ti, die genug Platz haben, ist die relativ globige Macap M4 eine hervorragende Wahl.

QUAMAR M80E

Als Nachfolgerin der altbekannten Fiorenzato T80, die nach wie vor in sehr vielen italienischen Bars im Ein­satz ist kann sich diese Kaffeemühle sehen lassen. Im ge­sam­­­­ten Testlauf trat kein einziges Mal Chan­­­neling auf. In der Tendenz betont die Quamar etwas stärker die fruchtigeren, süßen Nuancen.

EUREKA MIGNON ISTANTANEO

Die Mignon gehört zu den schöns­­ten Mühlen im Test. Sie ist kompakt, aber doch stabil und mas­­siv. Die Mühle mahlt zwar nur mit­telmäßig schnell, dafür aber sehr leise. Lei­der klumpt das Mahlgut im Test ziem­­lich stark, sodass der optional er­hält­­liche Timer sich als fast nutzlos er­wies. Channeling war kaum zu beobachten.

STYLO von Russell Hobbs

Die Maschine verfügt über ein Scheibenmahlwerk und ist einfach und praktisch zu bedienen. Das Pulver ist auf feinster Einstellung zwar gleichmäßig gemahlen, doch laut Meinung der Tester nicht fein genug für einen Espresso. Die Maschine ist billig aber eher nicht zu empfehlen.

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