Kaffeepreise im Aufwärtstrend

Das Lieblingsgetränk der Deutschen wird langsam so richtig teuer. Der Deutsche Kaffeeverband erwartet schon eine Preiserhöhungen der Kaffeeröster, denn die Weltmarktpreise für Rohkaffee haben ein Sieben-Jahres-Hoch erreicht. Zum Glück gibt es aber einen hohen Wettbewerbsdruck, der bislang entgegenwirken konnte. Gestiegen sind vor allem die Preise der Sorte “Robusta”, und zwar auf 1.740 Dollar die Tonne, was seit dem Frühjahr 1999 den höchsten Stand bezeichnet. Auch die Preise der hauptsächlich in Brasilien angebauten Sorte “Arabica” steigen langsam nach oben. Dass die Kaffeepreise schon seit einigen Jahren kontinuierlich steigen, ist somit klar. Die hohen Kaffeepreise haben aber vielfältige Gründe. Den stärksten Einfluss auf die Preise haben etwa schwierige klimatische Bedingungen, zudem werden auch Pestizide und Düngemittel stets teurer. Dadurch wird der Kaffeepreis direkt beinflusst. Auch die Landwirtschaft im allgemeinen ist teurer geworden, und nicht zuletzt sind für die ganze Situation auch die gestiegenen Treibstoffpreise verantwortlich.
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Unser Kaffee wird schließlich von größten Kaffeeexporteuren Kolumbien und Brasilien zu uns geschifft, und zwar über tausende von Kilometern.

 

Transport- und Verarbeitungskosten

Für weitere Energiekosten sorgen weiterhin die Verarbeitung vor Ort und weitere Transporte über das Land. Da die Kaffeepreise heutzutage oft unvorhersagbar steigen, ist Rohkaffee ein Handels- und Spekulationsgut an den Börsen weltweit geworden. Wie dem auch sei, die Kaffeepreise haben sich in der Zwischenzeit verdoppelt. So mag ein großer Kaffeeröster in Deutschland locker 12 Euro für ein Kilogramm seiner Hausmarke verlangen, in Österreich kostet ein Kilogram im Durschnitt bis zu 36 Euro. Für die Kaffeepreise gibt es also anscheinend nur eine Richtung, und zwar die nach oben. Trotzdem kann man davon ausgehen, dass Kaffee auch weiterhin das Lieblingsgetränk bleiben wird, denn würde man den Preis auf die Tassee herunter rechnen, dann würden Sie für 7 Gramm Kaffeepulver pro Tasse 5 – 8 Eurocent zahlen, und der Genuss ist es allemal wert.

Weltweite Nachfrage wächst

Weitere Gründe für Aufwärtspreise können beispielsweise abgelehnte Auslieferungen sein. Vor kurzem blieben in Italien 15.000 Tonnen Robusta Kaffee zurück und konnten nicht ausgeliefert werden. Inspektionen haben ergeben, dass die Bohnen einen zu hohen Wassergehalt aufweisen. Des Weiteren kann die Robusta Ernte auch durch den Vietnam Regen eingeschränkt werden, anderseits bedroht das trockene Wetter in Brasilien die Produktion der Sorte Arabica. Allein aus Brasilien kommen auf den Weltmarkt jährlich etwa 41 Millionen Sack der Arabica Sorte. Der weltweite Bedarf an Kaffee liegt aber bei 118 Millionen Sack, so dass auch die weltweite Nachfrage jährlich insgesamt wächst, und zwar etwa um 1,7 Prozent.

Kaffeewelt

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