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Klimawandel bedroht wilden Arabica-Kaffee

Die wilde Arabica-Bohne könnte noch vor dem Ende dieses Jahrhunderts ausgestorben sein.

arabicaWissenschaftler kamen zu diesem Ergebnis aufgrund einer Klimasimulation, die verdeutlicht, wie stark die afrikanische Arabica-Pflanze durch den Klimawandel bedroht ist.

Würde die Temperatur um 6,4 °C steigen, würden bis zum Jahr 2080 sogar 99,7 % der Anbaugebiete wegfallen, die für die Pflanze geeignet sind. Bei einer gemäßigten Erwärmung um 3,8°C würde der Verlust immer noch bei 65 % liegen. Diese Berechnung sehen die Forscher eher als zurückhaltend, denn die Wachstumsbedingungen werden durch Abholzung der Gebiete zusätzlich eingeschränkt. Würde man auch diese Tatsache berücksichtigen, dann gebe es den wilden Arabica-Kaffee schon im 2020 nicht mehr.

Folgen für den Verbraucher

Da diese Kaffee-Sorte ursprünglich aus dem äthiopischen Hochland stammt, so benötigt sie auch ideale Luft- und Lichtverhältnisse, sowie ein feucht-warmes Klima, um wachsen zu können. Diese Parameter sind für die Pflanze überlebenswichtig, und sämtliche Veränderungen könnten zum allmählichen Aussterben der Sorte führen. Des Weiteren verkleinert die durch den Klimawandel hervorgerufene Trockenheit und zunehmende Wärme ständig die möglichen Wachstumsregionen.

Die Bedrohung des Arabica-Kafffees hat nicht nur gravierende Auswirkungen auf die Umwelt, sondern auch spürbare Folgen für den Verbraucher – der Kaffeepreis könnte drastisch ansteigen. Bedenken wir auch, dass Rohkaffee nach Erdöl die zweitgrößte internationale Handelsware ist, die sich schon längst zu einem selbstverständlich konsumierten Alltagsgut entwickelt hat.

Einfluss auf die kommerzielle Kaffeeproduktion

Tatsache ist, dass darunter auch andere Kaffeesorten leiden werden. Der wilde Arabica-Kaffee wird auch zur Anpflanzung von anderen Kaffeesorten gebraucht, denn kommerzielle Sorten sind genetisch verarmt. Der wide Arabica-Kaffee wird also als ein genetisches Reservoir gebraucht. So wird der Kaffee durch Einkreuzungen gegen neue Krankheiten, Schädlinge und Umweltveränderungen genutzt. Die Arabica-Sorte hat an der weltweiten Kaffeeproduktion einen Anteil von 70 %. Der Verlust würde also auch auf die kommerzielle Kaffeeproduktion eine starke Auswirkung haben.

Früher oder später…

Arabica-Kaffee reagiert auf Umweltfaktoren sehr sensibel und gedeiht nur bei bestimmten Niederschlagsmengen und Temperatur. In einigen Regionen wird sich der Klimawandel deutlich früher bemerkbar machen. So wird es beispielsweise im Südsudan schon um 2020 keinen wildern Arabica-Kaffee mehr geben. Schon im Jahr 2012 haben Forschungen in dieser Region gezeigt, dass viele Kaffeepflanzen krank oder schon abgestorben sein, neue Keimlinge gibt es kaum. Trotz Bewässerung und ähnlichen Ausgleichsmaßnahmen werden bald auch kommerzielle Anbaugebiete ungeeignet sein, um dort den Arabica-Kaffee erfolgreich anpflanzen zu können. Die einzige Hoffnung besteht darin, rechtzeitig die richtigen Maßnahmen zu treffen, damit der Prozess möglichst verlangsamt wird, da dieser scheinbar leider nicht aufzuhalten ist…

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