Literatur im Kaffeehaus

Kaffee und Literatur

Was haben ein gutes Buch und eine Tasse gemeinsam? Mit dieser Frage könnte man sicherlich stundenlange Diskussionen unter Bücherfreunden beginnen, ohne dass letztlich kaum ein Experte auf die richtige Antwort kommen würde. Ok, mit einer guten Tasse Kaffee lässt sich so manches spannende Buch sicherlich noch intensiver genießen. Aber dieser Umstand hängt stark damit zusammen, ob der Leser letztlich den Genuss einer schönen aromatischen Tasse Kaffee überhaupt zu würdigen wisse oder ob dieser überhaupt Kaffee trinkt. Dies ist letztlich auch nicht der entscheidende Punkt denn Kaffee und Literatur haben weitaus mehr miteinander gemeinsam, als lediglich den Punkt des Genusses. In Wahrheit verbindet diese beiden Dinge sogar eine gemeinsame Vergangenheit, denn vor noch nicht allzu langer Zeit begründeten die beiden Dinge eine Epoche, aus welcher ein paar echte Meisterwerke der Literatur entstanden sind.

Kaffeehausliteratur

Die Rede ist von der sogenannten Kaffeehausliteratur, die in der österreichischen Hauptstadt Wien dereinst ihren Anfang nahm. Die Autoren, die dieses Genre damals bedienten, wurden gemeinhin als Kaffeehausliteraten betitelt, da sie ihre Werke vollständig oder zu großen Teilen in einem Kaffeehaus geschrieben haben. Es ist naheliegend, dass Autoren wie Ernst Modeln bei der Fertigstellung seines großartigen Werkes „Der Teufeln in Prückel“ durchaus die eine oder andere Tasse Kaffee genossen hat.

Das gilt auch, obgleich in der heutigen Zeit kaum ein Autor sich selbst als echter Kaffeehausliterat mehr bezeichnen würde. In der damaligen Zeit war dieser Umstand noch anders, Autoren wie Stefan Zwei waren noch echte Kaffeehausliteraten, deren Werke sehr stark vom aromatischen Heißgetränk geprägt wurden. „Das Kaffeehaus als Bildungsstätte“ stammt aus seiner Feder. Auch Ernst Hinterberger mit seinen Werken „Die Kaffeehäuser der anderen“ oder „Mein Kaffeehaus“ wird sicherlich den Zusammenhang zwischen Literatur und Kaffee hergestellt haben. Noch heute gibt es sie – die Kaffeehäuser. Und es sind Orte, an denen man sich angeregt über literarische Werke mit Gleichgesinnten bei einer guten Tasse Kaffee unterhalten kann.

Kaffeehauskultur Kaffeewissen

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Vorheriger Artikel
Sahniges Capucchino-Parfait
Nächster Artikel
Tchibo – Das Hausboot zum Kaffee