Theater im Kaffee

Tinte und Kaffee hieß das Theaterstück das 2013 im Cafe Landtmann in Wien aufgeführt wurde.

(Foto: Tinte und Kaffee)
(Foto: Tinte und Kaffee)

Sünde & Kaffee
Erotik im Kaffeehaus war das Thema dieses Stücks.

Kaffeehäuser waren viele Jahre lang als sündhafte Orte verschrien.

„Kaffee – heiß wie das Feuer,
schwarz wie die Nacht,
süß wie die Liebe!“

(Spruch aus dem 18. Jahrhundert)

Foto: http://tinteundkaffee.bplaced.net
Foto: http://tinteundkaffee.bplaced.net

Rendezvous-Café 1927

Nachdem der Kaffee im 16. Jahrhundert seinen Siegeszug in Europa angetreten hatte verbreiteten sich die wildesten Gerüchte, dass die Droge Kaffee ein besonders wirkungsvolles Aphrodisiakum wäre. Schon bald gelten Kaffeehäuser als Höhlen des Lasters. Ein Frauenzimmer, das ohne männliche Begleitung ein Kaffeehaus betritt, konnte nur ein liederliches Mensch sein.

 

Hier sehen Sie Szenenfotos aus dem bekannten  österreichischen Stummfilm “Café Elctric” mit Marlene Dietrich in einer der Hauptrollen.

Zurück zum Thema. Erlaubt war in diesen Cafes gerade nur die Sitzkassierin. Dann gab es noch die “verruchten” Nachtcafés mit ihren tief dekolletierten Damenkapellen und Separees – und die kleinen zwielichtigen und heruntergekommenen Kaffeebuden, Treffpunkt der Halb- und Unterwelt und der Prostituierten so wie die Rendezvous-Cafés. Und natürlich war im 19. und noch im 20. Jahrhundert Absinth ein fixer Bestandteil der Kaffeehauskultur.

„Sünde & Kaffee“: das Ensemble von „Tinte & Kaffee“ spielte und las erotische Geschichten aus dem Wiener Kaffeehaus. So geschehen im Wiener Cafe Landtmann im Jahr 2013. Bislang haben wir noch keine Ankündigungen für 2014 finden können.

Von platonisch bis derb, von zotig bis poetisch. Anzüglich, witzig, sinnlich und verrucht sind die Stücke vom Ensemble  “Tinte und Kaffee”. Inspiriert von Peter Altenberg, Arthur Schnitzler, Ferdinand Raimund, Lorenzo da Ponte, Veza Canetti und Else Feldmann, Ödön von Horvath, Anton Kuh, Felix Salten und anderen.

Die “alte Kaffeehauskultur” darf nicht vergessen werden. In Zeiten von Starbucks und MC Donalds Kaffee sind solche Veranstaltungen immer wichtiger. Wir hoffen auf weitere!

Übrigens Tinte und Kaffee hat bereits mit mehreren Darbietungen diese Themen aufgegriffen. Da gab es zum Beispiel Tobak & Mokka – Vom Rauchen im Kaffeehaus. Raucher gegen Nichtraucher – der klassische Konflikt! und Dalles & Dowidl „Im jüdischen Kaffeehaus“.

Die Klabriaspartie von Adolf Bergmann

Foto: http://tinteundkaffee.bplaced.net
Foto: http://tinteundkaffee.bplaced.net

 

von links nach rechts: Max Rott (Reis), Benjamin Blaß (Dowidl), Ferdinand Grünecker (Dalles), Anton Rheder (Moritz), Karl Hornau (Janitscheck). Uraufführung (1890)

 

Kaffeehauskultur

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Vorheriger Artikel
Kaffee – Imperial
Nächster Artikel
Kaffee – Hot Shot