Türkischen Kaffee richtig zubereiten

Original Mokka: Türkischen Kaffee richtig zubereiten

Die Zubereitung von Mokka ist eine sehr traditionsreiche und womöglich auf die älteste Art der Kaffeezubereitung. Das koffeinhaltige Heißgetränk trägt eigentlich die Bezeichnung “türkischer Kaffee”.

Foto: Merkel.Oliver@web.de
Foto: Merkel.Oliver@web.de

Unter Mokka versteht man in Deutschland vor allem die Art und Weise der Zubereitung – wer sich also selbst darin versuchen möchte, muss dafür auch über die richtigen Utensilien verfügen. Mokka wird nämlich im sogenannten Ibrik zubereitet – ein kleines Kännchen aus Kupfer oder Edelstahl, in verschiedenen Ländern trägt es auch den Namen Cezve. Wer den türkischen Kaffee möglichst originalgetreu zubereiten möchte, sollte dafür ein Ibrik aus Messing oder Kupfer verwenden. Dabei sollte das Kännchen von innen verzinkt sein, damit der Geschmack des Kaffees nicht beeinträchtigt wird. Auf dem Boden ist übrigens traditionell meist eine Zahl eingraviert, die angeben soll, wie viele Tassen Kaffee in der Kanne zubereitet werden können. Diese Kaffeespezialität wird übrigens aus speziellen Mokkatassen getrunken, die etwa so viel fassen wie herkömmliche Espressotassen.

Zubereitung: Kaffeepulver, Zucker und Kardamom

Für den traditionellen Mokkakaffee werden hauptsächlich Kaffeesorten aus Jemen und Äthiopien verwendet. Das wichtigste dabei ist, dass die Kaffeebohnen staubfein gemahlen sind, dabei richtet sich die Pulvermenge meist nach dem persönlichen Geschmack. Im Durchschnitt sollte es pro Tasse etwa ein Teelöffel sein, doch wer vor hat, Mocca häufiger zuzubereiten, kann mit den Wasser- und Pulvermengen gerne experimentieren. Das gleiche gilt auch für die Zuckermenge, doch ein Teelöffel pro Tasse sollte üblicherweise genügen. Wer auf den Zucker verzichten möchte, kann bei der Zubereitung stattdessen auch Kardamom verwenden, was schließlich mehr einem arabischen Mokka entsprechen würde.

Mokka zubereiten Schritt für Schritt

Zuerst werden Mokkapulver und Zucker in den Ibrik gegeben, nachdem dieser mit der gewünschten Wassermenge aufgefüllt wird. Die Mischung muss anschließend auf einer Herdplatte ständig gerührt und so zum Kochen gebracht werden. Mit der Zeit wird sich auf der Oberfläche auch Schaum bilden, und sobald es dazu kommt sollte der Ibrik vorübergehend vom Herd genommen werden. Schöpfen Sie anschließend in jede Mokkatasse einen Löffel des Schaums von der Oberfläche. Dann bringen Sie den Kaffee noch ein zweites Mal zum Kochen und verteilen diesen anschließend gleichmäßig auf die Tassen. Es empfiehlt sich, das Kännchen zwischendurch zu schwenken, so dass sich der Kaffeesatz gleichmäßig verteilen kann. Sobald sich das Kaffeepulver am Boden abgesetzt hat, ist der Mokka dann auch trinkfertig. Damit der Mokka in der Tasse länger warm bleibt, werden die Tassen oft auch vorgewärmt bzw. vor dem Eingießen des Mokka noch kurz mit kochendem Wasser ausgespült.

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