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Umweltschonende Kaffeeverarbeitung

Nachdem die Bohnen aus der Kaffeekirsche extrahiert wurden, kommen sie in einen Wassertank. Dort sinken qualitativ hochwertige Kaffeebohnen auf den Grund. Bohnen ohne oder mit zu kleinem Kern schwimmen oben. Diese werden als „floaters“ bezeichnet. Sie werden von oben aus dem Wassertank abgeschöpft. Dank dieser modernen Aufbereitungsmethode müssen die Bohnen nicht mehr fermentiert werden.

Vorher war es so, dass die Kaffeebohnen etwa 18 bis 40 Stunden lang in einem Wassertank gelagert wurden. Diese so genannte nasse Aufbereitung war lange Zeit verbreitet. Im Wassertank fermentierten Pektinschicht und restliches Fruchtfleisch. So konnte der Pergament-Kaffee herausgelöst werden. Moderne Depulper sind besonders wassersparend und haben auf die Umwelt keine negativen Auswirkungen. So kann auch Kaffee weiterhin nass aufbereitet werden, wonach die Abwässer in biologische Klärbecken gelangen. Das restliche Fruchtfleisch wird zu Kompost für die Düngung des Bodens.

Trocknung von Kaffeebohnen

Die Kaffeebohnen sind umgeben von der gelblichen Pergamenthaut. Darunter liegt noch die Silberhaut. So kommen sie aus dem Depulper. Weil die Pergamenthaut noch vorhanden ist, bekommt der Kaffee zu diesem Zeitpunkt den Namen „Pergament-Kaffee“. Die Kaffeebohnen kommen nach der Verarbeitung zum schonenden Trocknen auf spezielle Trockenbetten, die „Drying Beds“. Es handelt sich dabei um Holz- oder Metallsiebe, welche ungefähr einen Meter über dem Fußboden befestigt sind.

Für die gleichmäßige Trocknung der Bohnen erfolgt regelmäßig tagsüber das Wenden der Kaffeebohnen. Während der Mittagshitze und nachts bleiben sie zugedeckt. Dieser Prozess dauert zwischen acht und zehn Tagen. Nun beinhalten die Bohnen noch 11,5 % Wasser, was der idealen Restfeuchtigkeit entspricht. Zum Schutz bleibt die Pergamenthaut auf den Bohnen. Ist die Haut intakt, dann trocknen die Bohnen gleichmäßig und langsam. Das ist wichtig, damit der Kaffee eine erstklassige Qualität erhält. Bohnen mit Schäden an der Pergamenthaut werden deshalb aussortiert. Die Pergamenthaut sowie Teile der Silberhaut werden erst kurz vor dem Export entfernt. Der Kaffee, welcher nass aufbereitet wurde, wird auch als „gewaschen“ oder „washed“ bezeichnet. Es ist das hochwertigste Aufbereitungsverfahren. Die so hergestellten Kaffees haben sehr fein entwickelte Aromen und schmecken fruchtig.

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Kaffeekirschen: Trockene Aufbereitung

Die Sonnentrocknung ist die unkomplizierte und älteste Aufbereitungsmethode. Im Freien auf gestampfter Erde, Zementböden oder auf Tischen werden die Kaffeekirschen zum Trocknen ausgelegt. Damit er von jeder Seite gut trocknen kann, muss ein regelmäßiges Wenden des Kaffees erfolgen. Das hilft auch, faule Kirschen zu vermeiden. Zwischen drei und fünf Wochen, abhängig vom Klima, dauert dieser Prozess. Durch Reibung und Druck lösen danach Maschinen die Bohnen vom Fruchtfleisch. Zum Schluss sortieren fleißige Hände die Bohnen aus, häufig sogar mehr als ein Mal. So werden gebrochene Bohnen gefunden, welche schneller das Aroma verlieren als intakte Kaffeebohnen. Ebenfalls werden dabei Fremdkörper, wie z. B. Steinchen herausgesiebt. Der trocken aufbereitete Kaffe ist von intensivem, süßem Geschmack. Man kann allerdings nicht so feine Nuancen erzielen wie beim gewaschenen Kaffee.

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