Was ist Matcha?

Heute stellen wir ausnahmsweise keinen Kaffee sondern einen speziellen Tee vor.

Foto: http://matchatee24.de/
Foto: http://matchatee24.de/

In Europa zählen der Pfefferminz- Kamillen- und Kräutertee zu den beliebtesten Teesorten. Anders sieht es in Asien aus. Dort trinkt man traditionell grünen Tee. Im Laufe der Zeit entwickelte sich in Asien eine Tee-Kultur, welche man auf der ganzen Welt nicht wiederfindet.

Zahlreiche Teemeister perfektionierten den grünen Tee und so war der “Matcha Tee” geboren. Beim Matcha handelt es sich um einen grünen Tee, welcher durch physische Einwirkungen zu Pulver verarbeitet wird. Seine intensiv Giftgrüne Farbe erhält das Matcha durch den speziellen Anbau. Je nachdem ob Matcha früh oder spät geerntet wird, schmeckt er lieblich-süß (früh) bis hin zu leicht herb (spät).

Aufgrund der besonderen Anbauform und der aufwendigen Verarbeitung gilt Matcha als Edeltee und ist entsprechend hochpreisig. Ähnlich wie der Espresso beim Kaffee genießt man Matcha in kleinen Mengen. Der Tee gilt durch die Verarbeitung als aüßerst empfindlich, weshalb man ihn nur in kleinen Verpackungseinheiten öffnen sollte. Ist eine Packung erst einmal angebrochen, sollte diese schnellstmöglich verbraucht werden. Zudem gilt es, besondere Hinweise bei der Aufbewahrung zu beachten.

Zubereitung von Matcha (traditionell und modern)

Um den “perfekten” Matcha Tee zuzubereiten, ist es wichtig, dass alles aufeinander abgestimmt ist. Dies betrifft die richtige Wassertemperatur, die richtige Menge an Wasser und das Wichtigste: hochwertiges Matcha Pulver.
Als idealer Brühpunkt hat sich eine Wassertemperatur von 80 Grad gezeigt. Dabei werden die Inhalts- und Geschmacksstoffe optimal ausgelaugt.

Zudem dauert der Vorgang nicht zu lange, so dass man den Tee heiß trinken kann. Je nach Vorliebe der Geschmacksintensität sollte die Wassermenge etwa 60 bis 100 ml je 1 bis 2 Gramm Pulver betragen.

Da das Wasser nicht zu “hart” sein darf, sollte man es vorher noch entkalken. Dies bringt einerseits geschmackliche Vorteile und sorgt zum anderen dafür, dass der Matcha Tee mit dem Bambusbesen schaumig geschlagen werden kann.

Hier nun kurz die richtige Reihenfolge für die Zubereitung des Matchatees

  • 1 bis 2 Gramm vom Matcha Pulver in eine so genannte Matcha-Schale geben
  • Anschließend das Matcha Pulver mit 60 bis 100 ml Wasser (80 Grad heiß, am Besten kalkarm) übergießen und sofort
  • mit dem Bambusbesen (Cha-sen) schaumig schlagen

Die richtige Handbewegung beim Schlagen ist für Anfänger etwas schwierig. Es gilt dabei den Cha-Sen so zu schlagen, als würde man ein “M” immer und immer wieder schlagend in Bewegung setzen. Je höher und fester der Schaum ist, desto besser wird der Tee schmecken.

In Japan unterscheiden Teemeister zwischen dem koi-cha (starker Tee, viel Teepulver) und dem usu-cha (dünner Tee, wenig Pulver). Die Zubereitungsart ist dabei gleichbleibend.

Inhaltsstoffe des Matcha Tees

Die gesundheitlichen Auswirkungen von Matcha sind enorm. Durch den speziellen Anbau verlängert sich die Wachstumsphase und die Pflanzen erhalten noch mehr Vitamine. Matcha, welcher prinzipiell aus den gleichen Pflanzen hergestellt wird, wie grüner Tee, enthält besonders viele A, B, C und E-Vitamine. Da das C-Vitamin jedoch durch Hitze zerstört wird, hat man nach dem Brühen davon nichts mehr.

Im Wesentlichen sind die Inhaltsstoffe vom Anbaugebiet abhängig. Als das beste Anbaugebiet der Welt für grünen Tee gilt Uji bei Kyoto. Kagoshima gilt als das Anbaugebiet, mit dem besten Preis / Leistungsverhältnis.

Zudem beinhaltet Matcha noch Koffein (in etwa genauso stark wie ein Espresso) und Aminosäuren. Zudem enthält es zahlreiche Antioxidanten und schützt damit effektiv vor diversen Krebsarten.

3 Schritte zum perfekten Matcha Tee

Da der Bezug von hochwertigen Matcha Tee in Deutschland mitunter schwierig sein kann, empfehlen wir folgende Tipps für den perfekten Tee:

  • Hochwertiges Pulver kaufen
  • Möglichst kleine Verpackungseinheiten, da das Pulver bei Licht und Sauerstoff seine Inhaltsstoffe schnell verliert
  • Das Pulver sauerstoffarm und ohne Licht lagern
  • Je KÜHLER, desto besser, da auch Hitze kontraproduktiv für die Lagerung ist.
Kaffeewelt

Kommentare

  • Nadja ,

    Eigentlich fehlt ein Schritt bei der Zubereitung, erst Pulver rein, dann nur ein wenig heisses Wasser dazu, mit dem Besen verrühren (das beseitigt die klumpen) bis es pastenartig ist und dann aufgiessen mit heissem Wasser und in M-Form ca. 20-30 sekunden schaumig rühren.

  • Koumei ,

    Das Foto ist ja leider nicht ganz passend, denn es ist kein Matcha zu sehen. Wenn der Autor passende Bilder benötigt, kann er sich gerne an uns wenden. Und wer noch mehr über den Tee erfahren oder diesen gleich mal ausprobieren möchte, kann gerne mal bei Koumei Matcha (koumei-matcha.de) vorbeischauen.

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