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Zu wenig Kaffee?

Es gibt nicht genug guten Kaffee?
Jedenfalls nicht überall!

Wir kennen das Problem aus einem der bekanntesten Kaffeeländern der Welt. In Guatemala kann man nur schwer guten Kaffee kaufen. Der beste dort erhältliche Kaffee war aus Spanien importiert. Das liegt daran, dass die besten Kaffeesorten oft nur für den Export bestimmt sind und so im Land selbst nur eher die minderwertige Ware auf den Markt kommt.

Roba Bulga ist der Gründer von Slow Food Äthiopien. Eine seiner selbst gestellten Aufgaben ist das Kaffeeangebot in seinem Land zu verbessern. Mit einigen wenigen Kaffeehäusern in Addis Abeba, der Hauptstadt des Landes, ist er schon recht zufrieden.

Foto: http://www.coffeecircle.com
Foto: http://www.coffeecircle.com

Dabei ist doch Äthiopien gilt seit dem 9. Jahrhundert als das Mutterland des Kaffees. In der Provinz Kaffa wurde die Bohne angeblich entdeckt, lange bevor sie durch arabische Händler im 14. Jahrhundert verbreitet wurde.

Überall im Land wird Kaffee getrunken und Kaffeezeremonien abgehalten. Aus Äthiopien kommen nach wie vor einige der besten Bohnen der Welt und trotzdem schmeckt der Kaffee in Äthiopien fast überall abscheulich.

Dort ist es nämlich per Gesetz verboten, guten Kaffee zu verkaufen. Selbige müssen in den Export gehen, weil Kaffee mit 18 Prozent der Staatseinnahmen Äthiopiens die wichtigste Handelsware ist.

Nur 51 Prozent der Gesamtproduktion wird im Land verarbeitet. 99 Prozent der Bohnen wird grün exportiert. Und generell gibt es für die geröstete Bohne 200 Prozent mehr Geld als für die grüne Kaffeebohne.

Das hatte zur Folge, dass sowohl Technik als auch Wissen um das Rösten von Bohnen im Land verloren gegangen ist.

Und Guatemala und Äthiopien sind nicht die einzigen Kaffee – Länder die mit diesem Problem kämpfen.

Zum Glück gibt es Initiativen die auch den kaffeeproduzierenden Ländern guten Kaffee sichern sollen.

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