Zum Tag des Tees

Tee ist ja nicht wirklich unser Thema, aber anläßlich des 7. Novembers, dem Tag des Tees wollen wir einige Vergleiche anstellen.

Foto: http://www.govisitsrilanka.com/
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Bereits zum 17. Mal feierte Österreich heuer den „Tag des Tees“, diesmal unter dem Motto „Lust auf Tee“.

Eine Tatsache die eingefleischte Kaffeetrinker gerne übersehen ist, dass trotz der immer größeren Verbreitung von Kaffeee, Tee nach wie vor weltweit (nach Wasser) das beliebteste Getränk ist.

In Europa trinken die Iren am meisten Tee. (242 Liter/Kopf und Jahr) .

Kuwait liegt mit 295 Litern an der Weltspitze. Laut dem Österreichischen Tee-Institut werden hierzulande rund 700 Millionen Teebeutel pro Jahr verkauft.

Weltweit werden jede Sekunde rund 25.000 Tassen getrunken. Was Kaffee und Tee nun verbindet ist wohl das Koffein.

Koffein im Tee und im Kaffee – wo liegt der Unterschied?

Nur „echter“ Tee enthält Koffein, Früchte- und Käutertee (außer Mate-Tee) sind koffeinfrei. Das Koffein aus Tee wirkt dabei anders als wie jenes aus Kaffee. Im Tee ist das Koffein an Gerbstoffe gebunden, weshalb das Koffein auf das zentrale Nervensystem (und nicht wie beim Kaffee über den Blutkreislauf) wirkt. Dieses wird langsamer abgebaut, die Wirkung hält dafür länger an. Tee regt also an, aber nicht auf.

Auch wie beim Kaffee gibt es je nach Sorte und Zubereitungsart verschiedenen Koffeingehalt.

MATCHA – die Koffeinbombe

foto:http://victorpride.com/
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Matcha– Teeblätter enthalten nicht, wie oft beschrieben das meiste Koffein. Trotzdem ist Macha Tee der wahrscheinlich stärkste Tee. Das liegt daran, dass hier nicht nur ein Aufguss von Teeblättern, sondern die Teeblätter als Ganzes zermahlen und mitgetrunken werden. Gleichzeitig ist Matcha jedoch sehr gesund.

In einer Tasse Matcha finden sich so viele Antioxidantien wie in 10 Tassen grünem Tee. In der unten stehenden Graphik kann man auch den Vergleich mit verschiedenem Gemüse und Ost sehen, was den Matcha eindeutig zum SUPERFOOD macht.

foto:http://victorpride.com/
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Tee mit Alkohol

Im 18. Jahrhundert trank die breite Bevölkerung Tee vor allem mit Branntwein und Schnaps. Im 19. Jahrhundert soll Jagertee von Jägern, Förstern und Waldarbeitern im Winter bei Waldarbeiten in den österreichischen Bundesländern Tirol und Vorarlberg getrunken worden sein. Heute wird dieses Getränk auf Berghütten Skifahrern und Wanderern angeboten. Ursprünglich war der Jajatee eine Mischung von schwarzem Tee mit Rum. Heute werden verschiedene Variationen mit Rum und Schnaps und Zucker als Hüttentee, Förstertee, etc. angepriesen. Der berühmte Grog hat jedoch wie oft fälschlich angenommen nichts mit Tee zu tun.  Grog ist ein alkoholisches Heißgetränk, das hauptsächlich aus Rum und heißem Wasser besteht. In den zahlreichen Variationen werden statt des Rums auch Arrak, Weinbrand, Whiskey, Rotwein oder Tequila verwendet.

Heute trinken die Österreicher besonders mit Beginn der kalten Jahreszeit gern Kräuter- und Früchtetee, doch genau genommen dürfte man alle diese Sorten gar nicht als “Tee” bezeichnen. Echter Teekenner lassen nur Camellia Sinensis (die originalTeepflanze), dazu zählen Schwarzer, Grüner, Gelber und Roter Tee, als echten Tee gelten. Diese Konflikte kennen wir jedoch schon aus den Kreisen der “echten” Kaffeetrinker, die zum Beispiel den Kaffee Torrefacto nicht als Kaffee gelten lassen, weil hier die Bohnen beim Röstvorgang karamelisiert werden.

Weltweit kennt man etwa 3.000 Sorten Tee

Im Rahmen des seit 1952 bestehenden Kaffee- und Tee-Verbandes wurde im Jahr 1988 das „Österreichische Tee-Institut“ gegründet, das als zentrale Dokumentations- und Informationsstelle für firmenneutrale Auskünfte für Interessierte, Journalisten und Konsumenten zur Verfügung stehen soll.

Foto:grafik: österreichisches teeinstitut/ac nielsen marktforschung

Im Gegensatz zu den typischen Teenationen China, Indien, Japan oder auch England, wo vor allem Grüner und Schwarzer Tee getrunken wird, sind es hierzulande Früchte- und auch Kräutertee, die in unseren Tassen landen.

Kaffeewelt

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