Wo liegt der Unterschied zwischen Kaffee und Espresso?

Unterschied Kaffee Espresso

Filterkaffee und Espresso sind zwei Spezialitäten, die bei vielen Menschen besonders beliebt sind. Während ein Filterkaffee eher mild daherkommt, zeichnet sich ein guter Espresso durch seine Stärke und ein volles Aroma aus. Deshalb trinken ihn viele gerne nach dem Essen. Wir blicken für dich auf die wichtigsten Unterschiede zwischen Kaffee und Espresso.

Was ist Espresso?

Beim Espresso handelt es sich um eine italienische Kaffeespezialität.

Um einen Espresso herzustellen, musst du heißes Wasser unter sehr hohem Druck durch fein gemahlenes Kaffeepulver drücken. Auf diese Art und Weise stellst du sicher, dass der Kaffee besonders intensiv ist und sich oben eine leckere Crema bildet. Deshalb ist Espresso stärker als Kaffee und wird von den meisten Menschen genauso wahrgenommen. Espresso wird in der gleichnamigen Maschine hergestellt, da du sonst nicht den Wasserdruck aufbringen kannst, der zur Zubereitung benötigt wird.

Espresso stammt ursprünglich aus Italien, wo er einst nur an Bars serviert wurde, ehe er nach und nach in den Alltag der Menschen in aller Welt einzog.

Espresso vs. Kaffee: die Unterschiede

Espresso und Kaffee unterscheiden sich in den folgenden fünf Punkten:

1. Die Zubereitung

Espressomaschine
Zubereitung eines Espressos

Die Zubereitung von Espresso und Filterkaffee weist große Unterschiede auf.

Zunächst einmal ist eine Espressomaschine ein völlig anderes Gerät. In der Espressomaschine wird mit einem Brühdruck zwischen 6 und 9 bar heißes Wasser durch 7 bis 9 Gramm Espressopulver gepresst. Dagegen sind für die Zubereitung von Kaffee manuelle Zubereitungsmethoden wie die French Press eine beliebte Wahl. Daneben wird auch das klassische Verfahren mit einem Papierfilter genutzt – sei es in der typischen Kaffeemaschine, in einer Chemex, oder im Handfilter.

Auch unterscheiden sich Kaffee und Espresso im Mahlgrad der Kaffeebohnen. Während dieser beim Espresso so fein wie möglich ausfällt, werden die Kaffeebohnen für den Filterkaffee deutlich gröber belassen. Dies hat mit der oben erwähnten Extraktionsmethode beim Espresso zu tun.

Beim Filterkaffee dauert der Brühvorgang aufgrund der manuellen Zubereitung länger als beim Espresso. Letzterer hat eine Durchlaufzeit von nur rund 30 Sekunden.

Die Temperatur des verwendeten Wassers sollte beim Espresso mindestens über 90 Grad Celsius liegen. Die optimale Zubereitungstemperatur für Filterkaffee liegt zwischen 88 und 96 Grad Celsius.

2. Die Röstung

Mit der wichtigste Unterschied zwischen Kaffee und Espresso ist die Röstung der Bohnen. In den allermeisten Fällen werden Espressobohnen dunkler geröstet als Filterkaffeebohnen.

Jene dunkle Röstung führt dazu, dass die im Getränk vorhandenen Aromen noch deutlicher hervorgehoben werden. Das gilt nicht nur für die sauren Anteile, sondern ebenfalls Bitterstoffe. Espresso ist deshalb die perfekte Basis für Kaffeespezialitäten mit Milch.

Für Filterkaffee eignen sich am besten hellere Röstungen, da hier die fruchtigeren Aromen des Kaffees besser zur Geltung kommen.

3. Der Geschmack

Für viele liegt der Hauptunterschied zwischen Espresso und Kaffee im Geschmack.

Espresso hat einen intensiven, dunklen, cremigen Geschmack mit leichten Röstaromen. Im Gegensatz zum vollmundigen Espresso schmeckt Kaffee etwas dünner, milder, fruchtiger und weicher.

Manche Espresso-Liebhaber bestehen darauf, dass der Papierfilter, der für die Zubereitung von normalem Filterkaffee verwendet wird, einen Teil des Aromas zurückhält und daher die Ursache für den Geschmacksunterschied ist.

4. Die Optik

Espresso Crema
Die Espresso typische Crema

Neben der kleineren Menge und dem konzentrierten Geschmack ist ein Hauptunterschied zwischen Kaffee und Espresso die sogenannte „Crema“.

Anders als auf Filterkaffe ist auf einem guten Espresso eine Schaumschicht, ähnlich der, die man auf einem frisch gezapften Guinness bekommt. Diese Crema verleiht dem Espresso einen volleren Geschmack und einen längeren Nachgeschmack als Filterkaffee.

Beim Espresso entsteht die Crema, wenn sich Luftblasen mit den löslichen Ölen von fein gemahlenem Kaffee verbinden. Eine leckere Crema deutet auf einen hochwertigen, perfekt gemahlenen Kaffee und einen geschickten Barista (bzw. eine professionelle Espressomaschine!) hin. Die Crema ist auch ein Indikator für die Stärke des Kaffees; je dunkler die Crema, desto stärker ist der Espresso.

Ein kleiner Tipp: ein Espresso aus frisch gerösteten Kaffeebohnen hat mehr Crema als ein Espresso aus Bohnen, die seit letztem Jahr im Regal stehen.

5. Der Koffeingehalt

Grundsätzlich gilt, dass der Koffeingehalt in einer Tasse Espresso niedriger ist als der Koffeingehalt einer Tasse Kaffee. Das liegt jedoch vor allem daran, dass ein Espresso im Normalfall in einer deutlich kleineren Tasse serviert wird.

Hochgerechnet auf 100 ml liegt der Koffeingehalt im Espresso nämlich deutlich höher. Er beträgt dann 133 mg. In 100 ml Filterkaffee hingegen sind nur 55 mg enthalten.

Es kommt also vor allem auf deine Vorlieben an, wenn es um die Koffeinfrage geht. In beiden Getränken handelt es sich um eine Zahl, die unbedenklich weit von dem Höchstmaß an Koffein entfernt liegt, das du täglich zu dir nehmen solltest. Hinsichtlich deiner Gesundheit solltest du also weder mit Kaffee noch Espresso ein Problem bekommen.

Fazit: Zubereitung und Röstung machen den Unterschied

Die zwei wichtigsten Unterschiede zwischen Kaffee und Espresso findest du in der Zubereitung und Röstung. So wird Espresso länger geröstet, um den Säureanteil zu verringern, was wiederum die bittere Note stärkt. Dazu findet die Zubereitung mit hohem Druck innerhalb weniger Sekunden statt. Dagegen wird ein Kaffee sehr langsam und mit gröberen Bohnen zubereitet, um das typische Aroma zu erzielen.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

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