Geschichte des Kaffees

Die Geschichte des Kaffees ist eine lange.

Wie lange es die Kaffeepflanze schon gibt ist unsicher, aber möglicherweise wächst sie schon seit der Urzeit. Sicher ist, dass die Kaffeepflanze den Menschen schon sehr lange bekannt war. Historiker sind sich nicht einig wann die Menschen begannen durch Rösten veredelten Kaffee herzustellen und zu verkaufen.
Angeblich wurde es Anfang des 11. Jahrhunderts zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Ganz eindeutig wurde Kaffeekonsum aber erst viel später, nämlich im Jahr 1587 belegt. In einem arabischen Manuskript wird ein anderes, bereits um 100 Jahre älteres Manuskript zitiert das Kaffeekonsum beschreibt.

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Kaffee rösten

Demnach kann man davon ausgehen, dass die Menschen seit Mitte des 15. Jahrhunderts wissen wie man Bohnen röstet und zubereitet.

Im Jahr 1510 wurde Kaffee erstmals nach Kairo gebracht. Da sich damals das arabische Grossreich schnell ausdehnte wurde auch der Kaffee schnell bekannter. 1511 gab es den ersten Zwischenfall rund um Kaffee, denn ein hoher politischer Funktionär musste feststellen, dass Kaffeetrinker über ihn scherzten. Aus Zorn ließ der gute mann alle “Kaffeehäuser” schließen. Selbiges wurde aber bereits kurz darauf vom Sultan von Ägypten wieder rückgängig gemacht.
Anfang des 16. Jahrhunderts war das Osmanische Reich an seinem Höhepunkt angelangt. Zu diesem Zeitpunkt war der Siegeszug des Kaffees nicht mehr zu stoppen. Überall im Reich wurde er getrunken und überall entstanden kleine und große Kaffeehäuser. Das erste Kaffehaus Europas wurde einige Jahre später, 1554 in Konstantinopel gegründet. 1592 wurde dann die erste detaillierte Zeichnung und wissenschaftliche Beschreibung einer Kaffeepflanze und Kaffeekirsche vom Italienischen Arzt Alpinus erstellt. Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts verbreitete sich der Kaffee weiter in Süd- und Osteuropa. Erst am Anfang des 17. Jahrhunderts erreichte der erste Kaffee über die großen Häfen wie London, Amsterdam, Marseille, Bremen und Hamburg Mitteleuropa. Im Jahr 1645 wurde das erste Kaffehaus in Venedig eröffnet. 1650 folgte ein Kaffeehaus in Oxford, 1652 wurde in London unter dem Namen „Virginia Coffee-House“ ein weiteres Café gegründet. Wenig später folgen Kaffehäuser in Marseille, Amsterdam, Den Haag und Paris. Der Kaffeehandel blühte. 1673 folgt das erste Kaffeehaus Deutschlands in Bremen und im Jahr 1677 in Hamburg.

Kaffee in Wien

Gabriel De Clieu1683 wurde in Wien nach dem Sieg gegen die Türken der zurückgelassene Kaffee der Türken als Kriegsbeute an die Beteiligten verschenkt und so entstanden gleich einige Kaffeehäuser in Wien. Nach Deutschland gelangte der Kaffee offenbar schon früher über Frankreich und er wurde erstmals 1673 in Bremen ausgeschenkt.

Bald erreichten die Kaffeehäuser auch andere wichtige Städte wie Paris. 1686 eröffnete in Regensburg mit dem „Café Prinzess“ Deutschlands erstes Café-Haus, das noch heute besteht. Im 16. und 17. Jahrhundert entwickelte sich auf allen Kontinenten eine Kaffeekultivierung und das arabische Kaffeemonopol gab es nicht mehr.

1726 wurde in Brasilien der Kaffeeanbau begonnen. Heute gilt das Land als wichtigster Kaffeeproduzent.

Kaffee als Volksgetränk

So etwa um das Jahr 1850 war der Kaffee zum Volksgetränk geworden.
Im 19. Jahrhundert bildete sich der spezialisierte Kaffeehandel aus wobei Anbau, Transport und Röstung getrennt wurden.
Anfang 20. Jahrhundert begann erstmals die Kaffeeproduktion die Nachfrage zu übersteigen, was zur Folge hatte, dass 1903 der Kaffeepreis einen Tiefststand erreichte.
Wenig später wurde löslicher Kaffee und die Herstellung koffeinfreien Kaffees erfunden.

Die Bezeichnung Kaffeehaus hat sich nur in Österreich erhalten, in Deutschland und in der Schweiz ist fast ausschließlich Café gebräuchlich.

Geschichte Kaffeewissen

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