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Stevia: Beliebtes Süßungsmittel für Kaffee

Zucker war früher in kleinen Dosen in der Apotheke erhältlich. Heutzutage wird er massenweise konsumiert – in Speisen und Getränken, aber auch als Backzutat oder als Süßungsmittel für Kaffee und Tee.

Die krankmachenden Effekte von Zucker sind allgemeinbekannt: Übergewicht (und dessen Folgen) und Karies gehören aufgrund der häufigen Verwendung von Zucker zu den Volkskrankheiten.

Wer den süßen Geschmack des Zuckers nicht missen aber dennoch gesund und möglichst kalorienarm leben will, kann auch Stevia-Produkte zurückgreifen.

Was ist Stevia?

Stevia ist ein Stoffgemisch, welches aus der Pflanze Stevia rebaudiana gewonnen wird. In ihrer ursprünglichen Form hat die Pflanze einen lakritzartigen Geschmack.

Stevia aus dem Sußermarkt hat häufig einen bitteren Nebengeschmack. Von diesem Nebengeschmack frei ist der Low-Carb-Zucker.

Wie gesund ist Stevia?

Erst seit 2011 ist Stevia als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Es war ein langer Kampf um Stevia, welches im Bioladen bis zu diesem Jahr nur in der Zahnpflegeabteilung erlaubt war.

Stevia wirkt weder gentoxisch noch ist es kanzerogen. Der Hauptinhaltsstoff von Stevia ist das sogenannte Steviosid.

Kariesbakterien können bei Berührung mit Stevia nicht gefährlich werden, weshalb Stevia ursprünglich auch als Zahnpflegemittel vertrieben wurde.

Zwar hilft Stevia in Kuchen, Getränken und anderen Speisen Kalorien einzusparen, doch enthalten diese Lebensmittel häufig noch andere Dickmacher, etwa Butter, anderes Fett oder Mehl.

Kann man Stevia auch selbst anbauen?

Wer den fertigen Stevia-Produkten nicht traut und lieber auf natürliche Süße zurückgreifen will, kann auch selbst Stevia anbauen: Wer mit eigens angepflanztem Stevia süßen will, kann die Blätter entweder getrocknet oder auch frisch zum Süßen verwenden.

Die Stevia-Pflanze ist relativ pflegeleicht.

Wie dosiert man Stevia?

Viele Produkte, welche sich in erster Linie aus Steviosid zusammensetzen, besitzen eine deutlich höhere Süßkraft als Zucker und können deshalb nicht so dosiert werden, wie es in den Rezepten, welche Zucker als Inhaltsstoff aufführen, gehandhabt wird. Meistens wird angegeben, in welchem Verhältnis das jeweilige Produkt zu dosieren ist.

Bei frischen Stevia-Blättern ist Experimentieren angesagt.

Low-Carb-Zucker

In der Low-Carb-Küche, welche auf einen geringen Kohlenhydratanteil Wert legt (genauer: auf einen niedrigen Anteil kurzkettiger Kohlenhydrate), ist Zucker tabu.

Allerdings gibt es Low-Carb-Zucker: Das ist ein Gemisch aus Erythritol (Zuckeralkohol) und Stevia. Low-Carb-Zucker entspricht in seiner Süßkraft der von Zucker.

Der Geschmack des Low-Carb-Zuckers ist ähnlich dem von Zucker, und das bei 0 kcal / 100 g, 0 g Fett / 100 g und einem glykämischen Index von 0.

Im Gegensatz zu Stevia kann man Low-Carb-Zucker im Verhältnis 1:1 dosieren. Wer seinen Kaffee also bisher mit einem TL Zucker gesüßt hat, kann diesen durch 1 TL Low-Carb-Zucker ersetzen.

Weiterführende Literatur:

  • Bertram, Klaus, Dr.: Stevia – Die Wunderpflanze: Anbau und Zucht, Studienergebnisse, Krankheiten vorbeugen, heilende Rezepturen, Umrechnung Zucker in Stevia mit Rezepten
  • Frey, Hannah: Zuckerfrei: Die 40 Tage-Challenge
  • Goettemoeller, Jeffrey und Lucke, Karen: Stevia: Das süße Blatt vom Garten auf den Tisch. Anbau, Ernte, Rezepte. Mit Samentüte
  • Klock, Peter und Klock, Monika: Stevia – gesunde Süße selbst gemacht: Anzucht · Wirkung · Rezepte

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