Die Röstung verändert die Kaffeebohne

Erst durch die Röstung entfaltet der Kaffee sein charakteristisches Aroma. Ohne dieses Rösten oder Brennen gäbe es keinen Kaffeegenuss.

Erst durch die Röstung entfaltet der Kaffee sein charakteristisches Aroma, ohne dieses Rösten oder Brennen gäbe es keinen Kaffeegenuss
Wichtig ist, dass die Bohnen während des Röstvorganges ständig in Bewegung bleiben. Das garantiert nicht nur die gleichmässige Röstung der Charge, sondern verhindert gleichzeitig, dass die Bohnen verbrennen und Feuer fangen. Unmittelbar nach dem Rösten werden die Bohnen auf speziellen Sieben vorzugsweise mit Luft oder aber auch durch Besprühen mit Wasser abgekühlt, um ein Nachrösten zu verhindern. Je rascher die gerösteten Bohnen abkühlen, um so besser.
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Während des Röstvorgangs kommt es – bedingt durch die hohen Temperaturen – zu chemischen Reaktionen.

Stärke, Form, Eiweisse und Feuchtigkeit verändern sich

Stärke wird in Zucker verwandelt, es bilden sich verschiedene Säuren, während andere abgebaut werden. Die ursprüngliche Zellstruktur der Bohne löst sich auf und bewirkt eine Sprengung der Bohne, bei der die Kaffeefurche unter Knacken und Prallen wie Popcorn platzt. Eiweiss wird in Peptide zerlegt und diese treten als Öle hervor. Feuchtigkeit und Kohlendioxid verdampfen und bei einer stärkeren Röstung bildet sich Kohlenstoff.

Aromaöle, Essenz oder Kaffeeöl genannt

Die Aromaöle, auch Kaffee – Essenz oder Kaffeeöl genannt, sind leicht flüchtig und Träger der typischen Aroma- und Geschmackstoffe, und da sie wasserlöslich sind, kommen sie im aufgebrühten Kaffee richtig zur Geltung. Sauerstoff und in geringem Masse auch Licht sind die grössten Feinde der gerösteten Bohnen, denn schon unmittelbar nach dem Rösten hervorgetretene Öle oxidieren und riechen binnen kurzem ranzig.

Werden die Bohnen nicht bei der erforderlichen Temperatur oder nicht entsprechend lange geröstet, treten die Aromaöle nicht an die Oberfläche und der Kaffee bekommt einen “breiten” Geschmack. Wird bei zu grosser Hitze oder zu lange geröstet, schmeckt der Kaffee dünn und verbrannt und damit alles andere als appetitlich.

Anbau & Verarbeitung Kaffeewissen

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