Zu Hause Kaffee züchten

Natürlich kann es klappen zu Hause Kaffee anzubauen, doch wie auch bei der Aufzucht anderer tropischen Pflanzen darf man in unseren Breiten die Anforderungen nicht zu hoch schrauben.

So gelingt der Kaffeeanbau bei dir zu Hause

Die Aussaat einer Kaffeepflanze ist ganzjährig möglich. Am besten gelingt die Anzucht mit frischen Samen, die man idealerweise den gereiften Kaffeebeeren entnehmen kann. Selbige sind nur eben auch sehr schwer bei uns zu bekommen. Man kann sich helfen indem man im Internet Kaffeesamen bestellt. Diese werden auch in kleinen Mengen (10 Stück) angeboten.

Die Bohne wird nun leicht mit humusreicher Erde bedeckt und an einem um die 20° C warmen Ort untergebracht.

Foto: http://www.freeimages.com
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Sobald sich die ersten Blattpaare aus dem Inneren der Kaffebohne entwickeln kann die Pflanze in einen größeren Topf verpflanzt werden. Hier verwendet man am Besten ein Gemisch aus Sand und Torf als Nährboden.

Das Kaffeebäumchen kann problemlos als Zimmerpflanze verwendet werden, doch gibt die Aufzucht in einem kleinen Gewächshaus natürlich Aussicht auf eine wesentlich reichere Ernte. Neben der Samenanzucht eines Kaffebaumes ist auch die Vermehrung durch Stecklinge möglich.

Allerdings sollten auch die Stecklinge wie die aus Samen gezüchteten Pflänzchen niemals der zu prallen Sonne ausgesetzt werden. Ganz ohne Sonnenschutz würde der Kaffeebaum bald vertrocknen. Kaffeepflanzen wachsen im Halbschatten schneller und besser. Ideal ist es die jungen Pflänzchen mit einer Plastikhülle zu umwickeln. Es wird dann gar nicht lange dauern und schon beginnt der Steckling zu wurzeln und Blätter auszubilden.

Die Pflege der Kaffeepflanze

Die Kaffeepflanze mag Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad. Im Winter verträgt sie auch etwas kühlere Temperaturen um die 12 bis 15 Grad. Wird der Pflanze zu kalt rollt sie schnell die Blätter ein. Gleichzeitig sollte die Pflanze aber nie zu nache an Heizkörpern aufgestellt werden, denn der Kaffeebaum nimmt trockene Luft sehr schnell übel. Abhilfe können ein Luftbefeuchter oder ein Aktivkohlefilter schaffen.

Im Sommer sollten die Wurzelballen immer schön gleichmäßig feucht gehalten werden. Im Winter wird eher selten gegossen, da der Wurzelballen in dieser Zeit trocknen soll.

Vorsicht mit kalkhaltigem Wasser. Das mag die Kaffeepflanze gar nicht. Am Besten ist nach wie vor Regenwasser.

Was allerdings den Tod eines jeden Kaffebaumes bedeutet, ist kalkiges Wasser. Stattdessen empfiehlt sich Regenwasser für gutes und gesundes Wachstum der Kaffeepflanze.

Die Kaffee-Ernte

Blüten und Früchte bilden die Pflanzen leider erst im dritten Jahr aus. Geduld ist also angesagt. Außerdem dauert es dann noch ein volles Jahr bis die ersten Kaffeekirschen reif zur Ernte sind. Haben sich die Kaffeekirschen dunkelrot verfärbt, ist dies ein sicheres Anzeichen dafür, dass die Kaffeefrüchte reif genug sind. Jetzt werden die Kirschen geknackt und die ersten selbst gezüchteten Kaffeebohnen warten auf die Röstung. Wer die so gewonnenen Kaffeebohnen nicht rösten will oder einen zu geringen Ertrag hat, kann diese natürlich wiederum als neues Saatgut nutzen und so die heimische Plantage aufstocken.

Spass macht die heimische Aufzucht sicher, doch der Ertrag bleibt meistens doch sehr klein.

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